Presseschau

Jugendgruppe und Blasorchester begeistern beim Weihnachtskonzert

26. Dezember 2015 - Traditionell gehört der zweite Weihnachtsfeiertag in Mötzingen der Musik. Auch in diesem Jahr begeisterten die Jugendgruppe und das Blasorchester beim Weihnachtskonzert mit abwechslungsreichen und anspruchsvollen Stücken: Filmmusik, Schlager, Popsong, aber auch der klassische Marsch fehlte nicht. Der Musikverein zeigte das breite Spektrum seines Könnens.

Die Jugendgruppe unter der musikalischen Leitung von Ralf Holzapfel eröffnete am Samstagabend das Weihnachtskonzert in der fast bis auf den letzten Platz besetzten Gemeindehalle. Die Ouvertüre zu Georg Friedrich Händels Feuerwerksmusik versprühte gleich zu Beginn erhebende Pracht und sorgte für einen majestätischen Klang bei der 1749 komponierten Hymne für den Frieden. Die zwei weiteren Stücke gingen dagegen in eine zeitgenössischere Richtung. "Eagle Rock" von Jerry Williams, ein rockiges Stück, aufregend mit variablen Rhythmen und eingängiger Melodie. Auch "Firework" der US-Popsängerin Katy Perry zeigte, dass Blasmusik es durchaus mit moderner Musik aufnehmen kann, wenn die Stücke wie in diesem Fall wirkungsvoll arrangiert sind. Das Publikum war vom Können der Jugendgruppe begeistert und sparte selbstverständlich nicht mit Applaus.

Auch das große Blasorchester spielte unter der Leitung von Ralf Holzapfel, moderiert wurde das Konzert von Jasmin Haarer und Benjamin Gärtner. Und mit "Flyin to the Skies" gelang ein fulminanter Auftakt. Ein buntes und schnelles Stück des langjährigen Leiters der Swiss Army Concert Band, das die Finger der Musiker nur so wirbeln ließ. Längstes Stück des Abends war die Filmmusik von "The Last of the Mohicans": Zwölf Minuten lang untermalten die Mötzinger musikalisch Ausschnitte des Films, der parallel auf der Leinwand lief. Höhepunkt des Abends war jedoch das außergewöhnliche Stück "Immer kleiner" von Adolf Schreiner. Hauptakteur in der Mötzinger Gemeindehalle war Markus Kegreiss mit seinem Klarinettensolo, der mit seiner humoristischen Klarinetten-Fantasie das Publikum begeisterte, in Staunen versetzte und auch zum Lachen brachte. Der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wirkende Adolf Schreiner erzielte seine humoristischen Effekte nicht durch ein außergewöhnliches Thema oder eine besonders außergewöhnliche Melodie, sondern dadurch, dass die Klarinette tatsächlich im Laufe des knapp fünfminütigen Liedes immer kleiner wird, und somit spielte der Solist Markus Kegreiss die letzten Töne nur noch auf dem Mundstück. Ein außergewöhnliches Musikstück, das schlicht und einfach Spaß machte.

Nicht fehlen durften beim Weihnachtskonzert typische Stücke für ein Blasorchester wie zum Beispiel der Marsch, im Mötzinger Fall der "Des Großen Kurfürsten Reitermarsch", ein Kavalleriemarsch, komponiert von Cuno Graf von Moltke, der bis heute gerne für den Großen Zapfenstreich ausgewählt wird. Die Tompeter hatten bei Ernst Hutters "Trompetensterne" ihren Soloauftritt. Nach der Pause präsentierte die Schlagzeuggruppe unter der Leitung von Jürgen Dieter die neueste Anschaffung unter den Schlagzeugen und zeigte mit dem Lied "Dance with an Angel" gleich ihr Können. Anschließend wurde es wieder leichter um die Musik. Musikalische Höhepunkte aus dem Film "Die Eiskönigin - völlig unverfroren" und Schlager von Udo Jürgens und Stücke von Peter Maffay rundeten das gelungene Konzert ab. Ohne eine Zugabe ließen die Mötzinger ihre Musiker natürlich nicht von der Bühne.

Artikel im Gäuboten vom 28.12.2015 von Maria-Dolores Bloching

20./21. September - Zwei Tage Stimmung waren angesagt, als der Musikverein Mötzingen zur Schlossplatzhocketse lud – und das trotz der Anstrengungen, die das Jubiläumsjahr bereits mit sich gebracht hatte.

Pünktlich zum Festbeginn am Samstag Nachmittag stand es bereit: das 30-Liter-Fass, dessen Anstich traditionell den offiziellen Start der Veranstaltung markiert. Bürgermeister Marcel Hagenlocher hatte die ehrenvolle und gleichzeitig schwierige Aufgabe, mit dem Holzhammer den Zapfhahn möglichst ohne Flüssigkeitsverluste ins Spundloch zu treiben. Doch unter den wachsamen Augen von Vorstandsmitglied Heinz Landenberger stellte das kein Problem dar – nach wenigen Schlägen floss das Bier in Strömen – und das, wie es sich gehört, in die Krüge. Das Fest konnte beginnen.

Dem Hockesten-Charakter entsprechend war das Wochenendprogramm gehalten: Das Orchester der Musikvereins eröffnete das Fest während des Fassanstichs musikalisch, natürlich mit traditioneller Blasmusik. Den Samstag Abend gestaltete das Trio "Fidele Schwaben" mit Oktoberfestklängen. Am gestrigen Sonntag unterhielten Gastkapellen aus Hailfingen und Bondorf die Zeltbesucher nach dem ökumenischen Gottesdienst. Inzwischen schon fast Kult ist die Weinlaube in einem kleineren Zeltanbau. Liebevoll geschmückt und mit einigen edlen Tropfen im Sortiment ist sie neben dem klassischen Programm immer ein kleiner Höhepunkt, der dem Musikerfest noch ein wenig mehr besonderes Flair verleiht und eine Rückzugsmöglichkeit vom Festtrubel bietet.

Artikel im Schwarzwälder Boten von Jacqueline Geisel, 22. September 2014

20./21. September - Der Mötzinger Musikverein ist in diesem Jahr richtig gefordert. Nach den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 90-jährigen Bestehen des Traditionsvereins wurde jetzt am Wochenende die Schlossplatz-Hocketse der Musiker gefeiert. Das Event in der Ortsmitte stand auch in der sechsten Auflage ganz im Zeichen der Blasmusik und kulinarischer Leckereien.

Das Debüt der gemütlichen Musiker-Hocketse wurde bei der Schlossplatzeinweihung 2009 gefeiert - seitdem hat sich das Fest am ersten Wochenende nach den Sommerferien etabliert. "Die Hocketse hat sich zur festen Größe entwickelt, aber der zentrale Platz mitten im Ort ist einfach auch optimal", erklärte Musikerchef Ralf Holzapfel gestern am Rande des Geschehens.

Allerdings ist der Mötzinger Musikverein auf die Einnahmen aus der Veranstaltung angewiesen. "Wir haben noch einiges zu stemmen", wie Wirtschaftsvorstand und Festorganisator Heinz Landenberger mit Blick auf die Finanzierung des Vereinsheimes sowie der Noten und Instrumente deutlich machte.

Den musikalischen Auftakt machte der Mötzinger Musikverein selbst, wobei der Zapfhahn beim obligatorischen Fassanstich bereits nach dem zweiten routinierten Schlag von Bürgermeister Marcel Hagenlocher saß - der damit nur halb so viele Schläge brauchte, wie fast zeitgleich der Münchener Oberbürgermeister beim Fassanstich auf dem Oktoberfest. Richtig voll war das Zelt am Samstagabend, als die Fidelen Schwaben aus dem benachbarten Bondorf bereits zum dritten Mal mit Unterhaltungsmusik für tolle Volksfest-Stimmung sorgten und immer wieder auch Musikwünsche aus dem Publikum erfüllten. "Wir hatten über 200 Besucher und mehr gehen beim besten Willen nicht ins Festzelt", sagte Landenberger. Nachdem die "Fidelen Schwaben" um Mitternacht noch zwei Zugaben gegeben hatten, folgte ein gemütlicher Abschluss in der Weinlaube - die sich zu einer festen Einrichtung bei der Schlossplatz-Hocketse entwickelt hat.

Gestern stand zunächst ein gut besuchter ökumenischer Gottesdienst mit Pfarrer Frieder Gräther und Pastoralreferent Jörg Kohr auf dem Programm. Anschließend sorgte der Hailfinger Musikverein im Festzelt mit einem unterhaltsamen Frühschoppenkonzert für gute Stimmung. Am Nachmittag stand schließlich der Musikverein aus Bondorf auf der Bühne und setzte den musikalischen Schlusspunkt.

"Das ist einfach eine schöne Veranstaltung und daher machen wir es auch trotz Jubiläumsstress", betonte Ralf Holzapfel, dass der Musikverein in der Schlossplatz-Hocketse auch einen kulturellen Beitrag sieht.

Beim Musikverein gibt es nach der arbeitsreichen Hocketse aber immer noch keine Ruhepause. "Wir richten jetzt unsere volle Konzentration auf die Vorbereitungen und Proben für das Jubiläumskonzert Teil Zwei", erklärt der Musikervorstand. So hat der Musikverein noch viele gute Stücke aus den letzten 50 Jahren im Repertoire, die am zweiten Weihnachtstag in der Gemeindehalle präsentiert werden. Und ganz schwäbisch merkt Holzapfel dazu an: "Das hat den Vorteil, dass wir die Noten noch haben".

Artikel im Gäuboten vom 22.09.2014 von Uwe Priesterbach

Mit einem Programm der Superlative feiert der Mötzinger Musikverein an diesem Wochenende seinen 90. Geburtstag. Besonders stolz ist man in Mötzingen darauf, dass man heute, Samstagabend, Ernst Hutter und die Egerländer Musikanten im großen Festzelt beim Sportgelände präsentieren kann.

"Das ist weltweit das erfolgreichste Blasorchester", betont Musikervorstand Ralf Holzapfel. Auch 56 Jahre nach der Gründung durch Ernst Mosch und einigen Mitmusikern sind "Die Egerländer Musikanten" eines der beliebtesten Blasochester, was die grandiose Erfolgstournee mit über 100 Auftritten zeigte. Mit ihrem neuen Tourneeprogramm unter dem Motto "Liebe zur Musik" sind die Egerländer nun also auch in Mötzingen zu sehen und zu hören.

Am Sonntag steht Mötzingen schließlich beim Kreismusikfest ganz im Zeichen der Blasmusik. Nach einem ökumenischen Gottesdienst und dem Frühschoppen mit der Herrenberger Stadtkapelle findet um 12.30 Uhr ein imposanter Gesamtchor aller Musikkapellen aus dem Kreis Böblingen auf dem Schlossplatz statt.

Eine Stunde später setzt sich in der große Jubiläumsumzug mit 36 Gruppen in Bewegung, der von der Ortsmitte zum Festplatz führt. Mit von der Partie sind neben den Blaskapellen des Kreisverbandes und befreundeten Musikvereinen auch die örtlichen Vereine, Institutionen und Kindergärten.

Anschließend sorgt die "Schwäbisch-Badisch-Böhmische" Blasmusik im Festzelt für gute Stimmung, während beim Jubiläums- und Dorfabend die Vollmaringer Musikanten auf der Bühne stehen.

Artikel von Uwe Priestersbach im Schwarzwälder Boten, 30. Juni 2014

Allein 500 Musikerkollegen gratulierten dem Musikverein Mötzingen zum 90-jährigen Jubiläum. Höhepunkt der viertägigen Feierlichkeiten war das Kreismusikfest mit anschließendem Festumzug durch den Ort, den neben vielen Musikkapellen auch zahlreiche Mötzinger Vereine und Vereinigungen bereicherten.

Nach einem ökumenischen Gottesdienst am Morgen drehte sich am Sonntag in Mötzingen alles um Blasmusik. Zum 90-jährigen Jubiläum fungierte der Musikverein Mötzingen in diesem Jahr als Gastgeber des Kreismusikfestes, bei dem zahllose Musikvereine und Kapellen aus dem ganzen Landkreis Böblingen gemeinsam musizieren und bei einem Festumzug ihr Können zeigen. "18 Kapellen und rund 500 Musiker - das zeigt die Ausdrucks- und Schlagkraft unserer Musik", freute sich Gerhard Weißenböck, Vorsitzender des Kreisblasmusikverbandes. Und dass 500 Musiker tatsächlich eine gewisse Durchschlagskraft haben, bewies der Massenchor auf dem Mötzinger Schlossplatz, dirigiert von Kreisverbandsdirigent Klaus Kreczmarsky. Aus über 500 Schalltrichtern erklang das feierliche "Musica Solemnis", das flottere "Unser Schwabenland" und zu guter Letzt die Nationalhymne - inklusive Vorfreude auf das deutsche Achtelfinalspiel. Ralf Holzapfel, Dirigent und Vorsitzender der Mötzinger Musiker, dankte allen teilnehmenden Kapellen. "Ich stehe das erste Mal nicht unter euch Musikern, sondern höre den Massenchor von außen - das ist Gänsehautfeeling pur!", attestierte der Mötzinger seinen Musikerkollegen. Und auch der Landtagsabgeordnete Dr. Bernd Murschel (Grüne) war voll des Lobes. Mit Blick auf das Motto des Kreismusikfestes - "Musik bewegt" - sagte Murschel: "Musik aus über 500 Instrumenten ist eine sehr bewegende Sache." Bürgermeister Marcel Hagenlocher dankte vor allem dem Wettergott. "Man sieht wieder einmal, dass Mötzingen auf der Sonnenseite des Lebens liegt", so der Schultes. Tatsächlich war das Wetter den Musikern und Zuschauern wohlgesonnen - lediglich einige kurze Nieselschauer machte den Teilnehmern auf der Strecke des Festumzuges zu schaffen.

Mötzinger Vereine helfen mit

Dabei waren dann nicht mehr nur die Musikkapellen gefordert, sondern auch viele Mötzinger Vereine. So präsentierte der Obst- und Gartenbauverein den Hunderten Zuschauern entlang der Umzugsstrecke durch den Ort kunstvoll geschmückte Traktoren und schenkte Apfelsaft und Most an die durstigen Zuschauer aus. Ebenso mit von der Partie war der SV Mötzingen. Von den kleinsten Fußballern bis zur AH (Alte Herren) waren alle Altersklassen an Sportlern vertreten. Die Ältesten liefen beim Festumzug am Rollator oder mit Unterstützung von Krücken - ganz im Sinne ihres Namens. Ebenfalls sportlich betätigten sich die Sportler des Tischtennisvereins. Sie trugen gar eine Tischtennisplatte durch den Ort - nur um an verschiedenen Stellen des Umzuges eine kleine Runde "Mäxle" oder "Rundlauf" einzuläuten.

Doch auch beim Festumzug spielte die Musik eine wichtige Rolle. 13 befreundete Kapellen aus nah und fern marschierten die Umzugsstrecke entlang und unterhielten die Zuschauer mit fetziger Marschmusik. Unter anderem erwiesen die Musikerkollegen aus Unterjettingen, Nagold, Gültstein, Kuppingen, Deckenpfronn, Sindelfingen und Böblingen den Mötzingern die Ehre. Bürgermeister Marcel Hagenlocher, der den Festumzug selbst an zweiter Position in der Ehrenkutsche begleitete, freute sich vor allem über die gute Zusammenarbeit zwischen den Mötzinger Vereinen. "Die Organisation läuft, wie ich das beurteilen kann, bisher komplett reibungslos", so der Schultes. Es sei toll, dass sich der Musikverein bei seinem großen Festwochenende auf die Hilfe der anderen Mötzinger Vereine verlassen könne. "Das ist nicht selbstverständlich", betonte Hagenlocher.

Bereits am Freitag war das rauschende Festwochenende mit "Jugend rockt" eingeläutet worden. Dabei traten die Jugendkapellen der Musikvereine aus Mötzingen, Bondorf, Öschelbronn und Vollmaringen im gut besetzen Festzelt vor über 400 Gästen auf. "Diese Veranstaltung gibt es schon seit 2008 einmal im Jahr", erklärte Benjamin Gärtner, Jugendleiter des Musikverein Mötzingen.

Dabei tritt jede Jugendkapelle erst einmal für sich mit Einzelvorträgen auf, später versammelt man sich gemeinsam auf der Bühne, um die Stimmung zum Kochen zu bringen. "Den Jugendlichen hat das viel Spaß gemacht", berichtete Gärtner. Schließlich trete man nicht jeden Tag vor so vielen Gästen auf. Und auch Bürgermeister Marcel Hagenlocher zog seinen Hut vor den Nachwuchsmusikern. "Die haben sich einen super Wettstreit geliefert und für sehr gute Stimmung gesorgt", so Hagenlocher.

Artikel von David Nau im Gäuboten, 30. Juni 2014

Mit dem Dreiakter "Männer haben es auch nicht leicht" hat das Mötzinger "Fleckatheater" wieder ins Schwarze getroffen. Gleich zweimal standen die Theaterspieler des Mötzinger Musikvereins mit ihrem aktuellen Schwank auf der Bühne."Es spricht sich einfach herum, dass wir ein tolles Theaterteam haben", schwärmte Musikerchef Ralf Holzapfel und freute sich über das ausverkaufte Haus in der Gemeindehalle. Besonders bemerkenswert fand er es, dass sehr viele junge Zuschauer den Weg in die Gemeindehalle gefunden hatten. Die Theatercrew des Musikvereins verfügt eben auch über junge Darsteller. Ein rundum zufriedener Musikervorstand hatte zudem mehr als 500 Zuschauer gezählt, die sich prächtig amüsierten. "Es ist das erste Mal, dass beide Veranstaltungen ausverkauft sind", erklärte Ralf Holzapfel.

Mit dem Lustspiel "Männer haben es auch nicht leicht" hatte das "Fleckatheater" unter der Regie von Rita Hampel erneut den Geschmack des Publikums getroffen. So wurden die Akteure auf der Bühne für ihre Situationskomik und derben Sprüche immer wieder mit Lachsalven und Szenenapplaus belohnt.

Im Mittelpunkt des schwäbischen Schwanks stand der Automechaniker Rudolf Struppe (Benjamin Gärtner), an dem der Kelch des Ehelebens bisher vorbeigegangen ist. Die Gängeleien, denen Ehemänner im täglichen Leben ausgesetzt sind, kennt er nur aus den Erzählungen seiner verheirateten und schwer geknechteten Freunde "Schorsch" Maier (Tobias Wagner) und Willi Gruber (Sebastian Gärtner). Eigentlich könnte er also ganz entspannt und frei von allen Zwängen leben, wäre da nicht seine putzwütige Schwester Apollonia (Birgit Maier), die Rudi vor allen Feiertagen heimsucht, um seine Junggesellenwohnung wieder auf Vordermann zu bringen.

Unterstützt von den Ehefrauen Greta Maier (Inge Trostawiecky) und Gunda Gruber (Dagmar Wagner) sowie der Nachbarin Irene Lehmann (Birgit Brezing), vernichtet sie unter Einsatz sämtlicher bekannter Putz- und Reinigungsmittel systematisch jedes Staubkorn. Getrieben von der Sorge um ihren verwahrlosten Bruder, macht Apollonia selbst vor Rudi nicht halt. Seine geliebte Fleischwurst und das tägliche Bier werden gestrichen und durch Tofuwürstchen, Müsli und Kräutertee ersetzt.

Als Apollonia beschließt, bis zum Jubiläumsfest volle neun Wochen bei Rudi zu wohnen, beginnt für Rudi der nackte Kampf ums Überleben.

Unterstützt von Vinzenz Bayer (Christof Morlok), einem zugezogenen Trachtenmodenhändler, und dem Frauenschwarm Gustav Schön (Michael Landenberger), beginnen Rudis Freunde Schorsch und Willi mitten in den ohnehin schon schwierigen Vorbereitungen für das große Heimatfest einen Plan zur Rettung ihres Freundes zu schmieden. Überraschungen bleiben da nicht aus, vor allem als die flippige Charlotte Bayer (Nicole Bühler) auch noch die Bühne betritt.

Der Musikverein verwöhnte sein Publikum zudem mit etlichen schwäbischen Spezialitäten. Lachen darf ebenso der Mötzinger Musikernachwuchs, denn der Erlös der beiden Theaterabende fließt wieder in die Jugendarbeit des Musikvereins.